Start Aus den 60/70 Buick Wildcat aus 1964

Buick Wildcat aus 1964

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Heute mal ein wenig die Wildkatze ausgeführt. Der Wagen ist aus 1964 und bedarf Mittlerweile ein wenig Restauration. Aber nichts desto trotz, ist das Fahren immer wieder ein Vergnügen. Selbst nach 4 Monaten Standzeit ein kurzes Orgeln und schon lief der 6.6 Liter 8 Zylinder Nailhead Motor wie eine eins.

Zum Fahrzeug

Es ist mein Fahrzeug, welches ich aus der Not heraus gekauft habe. Mein schöner Alfa ist nicht aus der Wartung zurück gekehrt, da er bei einer Probefahrt gehimmelt worden ist. Am Endes des fahrerischen Talents war anscheinend noch zu viele Leistung übrig. Also was machen? Ein Golf oder Audi wäre die Alternative gewesen. Aber warum nicht was außergewöhnliches? Ja, das wäre was. Während die Überlegung noch da war, erscheint in Facebook eine Anzeige. Das Fahrzeug gefällt mir. Ok, wir schreiben den Verkäufer mal an. Er schreibt zurück, der Wagen ist noch da. Ok Termin gemacht, ins Auto gesetzt und ab nach Wuppertal.

Die Besichtigung

Begrüßung durch ein Urgestein der V8 Szene. Von Bildern hab ich ihn schon gekannt, aber natürlich nicht persönlich. Den ersten Satz werde ich auch nicht vergessen. „Ich hab mal geschaut was du so machst. Bist je eher mit den modernen Autos unterwegs“ Oha, erste Zweifel kommen auf bei mir. Egal, anschauen kann man den Koffer ja mal. Hallentor geht auf, da steht die Katze und ich hab das Gefühl sie beschnuppert mich als Neuankömmling. „Was soll ich dir zum Auto sagen?“ kommt es von der Seite. Ähmmmm, ja was denn. Ich hab keine Ahnung von dem KFZ. Bin nur irgendwie geflasht von der Präsens. „Erzähl mal was“…. oh man, hätte ich mir auch sparen können.

Es folgt eine überraschende Ehrlichkeit der Mängel (hatte mir schon irgendwie Sorgen gemacht, was ich überhaupt aus „Unwissender“ fragen könnte). Nun ja, die schrecken mich nicht ab. „Probefahrt?“, ja klar, warum nicht. Es fängt an zu regnen. Wir sitzen auf der durchgehenden Vorderbank, der Motor springt direkt an, der Tank ist fast leer. Egal, raus auf die Straße. ich verlieb mich immer mehr. Den Berg rauf, geht der Koffer schön quer. „Wieviel Sperre er hat weiß ich nicht, aber irgendwie scheint das Diff ein wenig irritiert, wenn man Gas gibt“. Ja, das ist so. Verlieb mich noch mehr.

Zurück in der Halle. Ein wenig Wasser kam durch die Scheibe, die Lüftung geht nicht und ich hab beim Scheibe Putzen die Deko vom Dashboard gezimmert. Ich hoffe die Madonna verzeiht mir, das ich sie im Handschuhfach zwischengelagert habe.

Die Entscheidung

Jetzt kommt mein innerer Kampf zwischen Vernunft auf der linken Schulter und Emotion auf der rechten Schulter. Irgendwie ist die Vernunft zu ruhig und wehrt sich nicht. „Willste nen Kaffee?“ kommt es aus der Ecke. Ja klar, Kaffee geht immer. Nochmal den Kofferraum geöffnet, die Haube „versucht“ zu öffnen.

ich brauche den Wagen geschäftlich, denke ich mir. Mal nach München, mal nach Hamburg und ja, es steht sogar eine Reise nach London an. Das mit dem Wagen? Der Verbrauch spielt keine Rolle, die Zuverlässigkeit schon. „Ist er Alltagstauglich?“ bilden meine Stimmbänder die Frage. „Jung, der läuft. Aber das ist halt auch ein altes Auto“. Hilfreich war das nicht, aber es stimmt.

Was sol ich sagen, nach gefühlten 2 Stunden (oder auch länger) kommt aus meinem Mund die Aussage: „Ich nehme ihn“. Hab ich das gesagt? ja, hab ich. Und das Beste, ich hatte das Gefühl die Katze sagt „sehr gute Wahl“. Ich zucke zusammen. Echt? Spinne ich jetzt?.

Ok, Formalitäten werden gemacht, Übergabe geplant und Adressen ausgetauscht. Ich kanns nicht erwarten den Wagen bei mir stehen zu haben. am nächsten Tag Diskussion mit Versicherung, Steuerberater usw. Alles geregelt. Ich bekomme den Wagen gebracht und brauche mich nicht um die Überführung zu kümmern. Super.

Der Traum beginnt…..

Der Tage der Übergabe kommt. Meine Kinder sind zuhause und glauben es nicht. Meine Frau auch nicht, aber anders……Wir hören Sie die Straße hochkommen, nachdem ein versehentliches Parken vor der falschen Hausnummer schon für Irritationen geführt hat. Begleitfahrzeug ein Caprice Station. Auch nicht schlecht.

Geldübergabe, Smaltalk und noch ein paar E-Teile im Karton, natürlich Kaffee sowie als „Goody“ obendrauf ein Reparaturhandbuch. Jetzt ist die Katze offiziell meine. Hammer.

Hab ich es bereut? Nein, keine Sekunde. Auch wenn die Heizung nicht geht und auf dem Weg nach Ulm durchaus die 0 Grad unterschritten wurden. Egal, Decke über die Knie und ab.

Zwei mal in England gewesen. Die Begeisterung der Engländer, die sind ja noch mehr Autobekloppt als wir, war immens. Aufsehen erregen kann das Wildkätzchen 😉

In diesem Sinne, im Oktober ist TÜV. Ich denke, dann wird die Restauration gestartet. Ich werde berichten………aber jetzt dreh ich erstmal noch nen Runde *freu*

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